Simracing Cokpits / Rigs – Übersicht und Empfehlungen
Simracing kommt in vielen Formen und Farben daher. Angefangen von Arcade-Racern wie Trackmania bis hin zu Hardcore-Simulationen wie Assetto Corsa Competizione und IRacing. Ähnlich verhält es sich mit dem passenden Equipment, vom einfachen Controller bis zur High-End Direct Drive Wheelbase. Eines haben jedoch alle Simracer gemeinsam: Die Hardware muss so platziert sein, dass sie komfortabel bedient werden kann.
Schreibtisch, Wheel Stand, Alu-Rig und Co.
Die derzeit auf dem Markt befindlichen Lösungen lassen sich sehr grob in verschiedene Kategorien einteilen, die sich teilweise überschneiden bzw. fließend ineinander übergehen. Nachfolgend wird eine Einteilung vorgenommen, die in Zukunft sehr wahrscheinlich noch ergänzt werden wird.






- Schreibtisch: Die meisten Simracer fangen zunächst ganz einfach an und montieren ihre erste Wheelbase oft direkt an einen vorhandenen Schreibtisch. Mit den bei günstigen Wheelbases mitgelieferten Montagelösungen gelingt dies in der Regel auch schnell und einfach. Größere Probleme bereiten dann meist die Pedale, die ohne sicheren Halt und in Kombination mit einem Bürostuhl auf Rollen oft zur Herausforderung werden. DIY-Lösungen (nicht selten mit viel Klebeband und alternativen Füßen für den Bürostuhl) sind hier oft die erste Wahl, bis man sich irgendwann für ein Upgrade entscheidet.
- Wheel Stand: Wheel Stands sind wohl die preiswerteste Möglichkeit, um schnell Wheel Base und Pedale zu montieren und auch sehr schnell auf- und abzubauen. Auch wenn sie z.B. in einer Wohnzimmerumgebung in Kombination mit einem Fernseher eingesetzt werden, bleibt oft die Frage nach einem geeigneten Sitz ein Problem. Gleichzeitig zeichnen sich die meist im Preisbereich von 100€ bis 200€* erhältlichen Wheel Stands oft durch eine relativ geringe Stabilität aus. In der Regel wird man mit einem Wheel Stand auf Dauer nicht glücklich, insbesondere wenn man zu einem späteren Zeitpunkt auf eine Direct Drive Wheelbase umsteigen möchte. Wenn Platz und Budget es zulassen, ist der Umstieg vom Schreibtisch direkt auf ein höherwertiges Rig oft deutlich sinnvoller.
- Einsteiger-Rig / All-in-One-Rig: Die nächste Stufe stellen die All-in-One-Rigs dar. Hier gibt es wohl die vielfältigsten Ausführungen innerhalb der vorgestellten Klassen:Von günstigen Klapplösungen ab 250€ bis hin zu Direct Drive kompatiblen Rigs wie dem von uns getesteten Playseat Trophy ist hier fast alles vertreten. Fast alle Rigs werden inklusive Sitz geliefert und sind mit wenigen Handgriffen in wenigen Minuten bis Stunden aufgebaut. Dafür muss man hier meist auf Flexibilität verzichten und ist in Bezug auf eine angepasste Sitzposition und spätere Erweiterungen sehr eingeschränkt.
- Aluminium-Rig: Aluminium-Rigs dürften derzeit die mit Abstand beliebteste Rig-Kategorie sein.Sie vereinen hohe Stabilität mit nahezu unbegrenzter Flexibilität und Kompaktheit und sehen je nach Ausführung auch noch sehr gut aus. In der Regel bestehen Rigs aus Aluminiumprofilen unterschiedlicher Größe. Angefangen bei Profilen mit einer Größe von 80×40 gibt es sie in allen denkbaren Abstufungen bis hin zu massiven Ausführungen mit 160er Aluminiumprofilen. In den meisten Fällen reichen Rigs mit 80er Profilen bereits aus, um darauf problemlos Direct Drive Systeme zu montieren, während man bei den High-End Ausführungen teilweise Rigs mit einem beachtlichen Gesamtgewicht ohne nennenswerten Flex vorfindet. Weitere Unterschiede finden sich in den Lösungen für Pedalhalterungen und Wheel Bases sowie im erhältlichen Zubehör, das in vielen Fällen auch herstellerübergreifend problemlos kombiniert werden kann. Sitze müssen in der Regel separat gekauft werden und sind nur selten Bestandteil des Rigs.
- DIY-Rig: DIY-Aluminium-Rigs waren lange Zeit die erste Wahl, wenn es um den Bau von Aluminium-Rigs ging. Händler für Aluminiumprofile wie Motedis bieten seit langem das von Michael Herrmann entworfene S-Dream-Rig an, das bis heute großen Einfluss auf die heute erhältlichen Rigs der verschiedenen Hersteller hat. Auf dieser Basis findet man heute im Internet eine Vielzahl von Stücklisten für eine Vielzahl von Rigs. Auch wenn man dadurch gegenüber einem Komplettkauf oft etwas sparen kann, so gehen Zubehörteile wie Abdeckkappen und Winkel schnell ins Geld und reduzieren den Preisvorteil auf ein Minimum. Ein DIY-Rig ist auch heute noch ein tolles Projekt, sollte aber wohl nur in Angriff genommen werden, wenn man ein besonderes, einzigartiges Design erreichen möchte oder einfach Spaß am Projekt als solchem hat.
- Custom-Rig: Neben den hier vorgestellten Kategorien gibt es natürlich eine Vielzahl von Speziallösungen: Rigs für Kinder, komplette Fahrzeugnachbauten oder auch Rigs mit Aktuatoren (Motion-Rigs) gibt es in fast jeder erdenklichen Form und Farbe. Preislich fängt der Spaß selten unter 5000€ an und geht nicht selten bis zum Gegenwert eines Sportwagens.
Aluminium Sim Rigs im Vergleich
Die nachstehende Liste gibt einen Überblick über viele der gängigsten Sim Rigs aus Aluminium, die derzeit innerhalb der EU erhältlich sind:
| Brand | Model | Length (mm) | Width (mm) | Base | Pedals | Profiles | Colour | Price | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | ![]() | GT Cockpit ClubSport | 1316 | 736 | Side | Profiles | 80mm | Silver | 449 € | ||
![]() | ![]() | F-GT Elite 160 | – | – | Front, Side | Profiles | 160mm / 120mm | Black | 1.299 € | ||
![]() | ![]() | GTElite | – | – | Front, Bottom, Side | Profiles | 80mm | Black | 699 € | ||
![]() | ![]() | GTElite Lite | – | – | Front, Bottom, Side | Profiles | 80mm | Black | 599 € | ||
![]() | ![]() | PSR1 | 1315 | 660 | Fron, Bottom | Profiles | 160mm / 120mm | Black | 729 € | ||
![]() | ![]() | PSR3 | 1350 | 570 | Bottom | Profiles | 80mm | Black | 449 € | ||
![]() | ![]() | GT1 Evo | 1350 | 580 | Bottom | Plate | 80mm | Black | 373 € |
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simracingpc5 | |
![]() | ![]() | GT1 Pro | 1350 | 580 | Bottom | Plate | 80mm | Black | 638 € |
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simracingpc5 | |
![]() | ![]() | P1X Pro | 1350 | 580 | Front, Bottom, Side | Profiles | 160mm / 120mm | Black | 864 € |
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simracingpc5 | |
![]() | ![]() | P1X Ultimate | 1350 | 580 | Front, Bottom, Side | Profiles | 160mm / 120mm | Black | 982 € |
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simracingpc5 | |
![]() | ![]() | K1 | 1450 | 685 | Bottom | Profiles | 80mm | Black | 707 € | ||
![]() | ![]() | 580 | 1250 | 580 | Bottom | Plate, Profiles | 80mm | Black, Silver | 460 € | ||
![]() | ![]() | X80 GT | 1250 | 660 | Bottom | Plate, Profiles | 80mm | Black, Silver | 480 € | ||
![]() | ![]() | XT120 GT | 1350 | 660 | Front, Bottom | Profiles | 120mm | Black | 790 € | ||
![]() | ![]() | XT120 GT | 1350 | 660 | Front, Bottom | Profiles | 120mm | Black | 790 € | ||
![]() | ![]() | XT160 GT | 1350 | 660 | Front, Bottom | Profiles | 160mm / 120mm | Black | 899 € | ||
![]() | ![]() | SRR1000 | 1400 | 580 | Front, Bottom, Side | Plate | 90mm / 45mm | Black, Colour | 799 € |
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simracingpc | |
![]() | ![]() | SRR2000 | 1400 | 580 | Front, Bottom, Side | Plate | 90mm / 45mm | Black, Colour | 899 € |
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simracingpc | |
![]() | ![]() | SRR4000 | 1400 | 580 | Front, Bottom, Side | Plate | 90mm / 45mm | Black, Colour | 1.149 € |
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simracingpc | |
![]() | ![]() | Series One | 1400 | 660 | Front, Bottom | Pforiles | 160mm / 80mm | Black | 701 € | ||
![]() | ![]() | TR120S V2 | 1455 | 660 | Front, Side, Bottom | Plate, Profiles | 120mm | Black | 599 € | ||
![]() | ![]() | TR160 V5 | 1455 | 560 | Front, Side, Bottom | Plate, Profiles | 160mm | Black | 699 € | ||
![]() | ![]() | TR40S | 1455 | 660 | Bottom | Profiles | 40mm / 80mm | Black | 299 € | ||
![]() | ![]() | TR80S | 1455 | 660 | Bottom | Profiles | 80mm | Black | 449 € | ||
![]() | ![]() | Ace | 1175 | 660 | Front, Bottom, Side | Profiles | 160mm / 120mm | Black | 638 € | ||
![]() | ![]() | CXX | 1175 | 660 | Front, Bottom, Side | Profiles | 120mm | Black | 540 € | ||
![]() | ![]() | One | 1175 | 580 | Front, Bottom, Side | Profiles | 80mm | Black | 418 € | ||
![]() | ![]() | Rookie | 1175 | 580 | Bottom | Profiles | 80mm | Black | 324 € |
- Length (mm): Länge des Grundrahmes des Rigs. Sitz und Pedale können ggfs. über den Grundrahmen hinausreichen.
- Width (mm): Breites des Grundrahmens ohne Anbauteile. Die Angaben der Hersteller sind hier nicht immer konsistent und könnne ggfs. abweichen.
- Base: Die Art der Wheelbase-Halterung ist direkt bei der Bestellung auswählbar. Oft sind einige der Varianten nur gegen Aufpreis erhältlich.
- Pedals: Art des Pedal-Mounts. „Profiles“ bezeichnet hier Aluminium-Profile oder vergleichbare Streben, die man in ihrer Position zueinander verstellen kann.
- Profiles: Angegebene Größe der verwendeten Profile des Grudnrahmens.
- Price: Preis in der Basisvariante bei Versand nach Deutschland exklusive Versand.
- Search: Die gesamte Tabelle ist dynamisch durchschabt nach zum Beispiel Eigenschaften oder Produkt-Namen.
- Range & Property Filters: Die Suche kann für einzelne Eigenschaften auf gewisse Ergebnisse eingegrenzt werden.
- Adjust View: Einzelne Eigenschaften (Spalten) können ein- oder ausgeblendet werden.
- Brands: Hier kann man die Produkte einzelner Marken ein- bzw. ausblenden.
- Compare Mode: Es können bis zu 10 Produkte ausgewählt und dann in einer separaten Ansicht miteinander vergleichen werden.
- Full View: Öffnet die Tabelle in einem neuen Fenster auf voller Größe.
- Produktbilder: Mit einem Klick auf das Produktbild lässt es sich in einer größeren Version öffnen.
- Coupon-Codes: Bei einigen Händler gibt es Gutschein-Codes mit denen man bis zu 10% sparen kann.
Kaufempfehlungen
Die Kaufempfehlungen sind in verschiedene Preisregionen unterteilt und beziehen sich immer auf ein Rig-System inklusive Sitz (ausgenommen Wheel Stands). Monitorhalterungen sind jeweils nicht enthalten. Rigs ohne Sitz werden pauschal mit einem Aufschlag von 300€ versehen, was in etwa einem günstigen Standardsitz inklusive Befestigungsmaterial entspricht.
Die Empfehlungen sind als Orientierung zu verstehen und müssen nicht immer den individuellen Bedürfnissen entsprechen. Insbesondere dann nicht, wenn man für sich selbst spezielle Anforderungen an ein Sim-Rig stellt.
<250€


Empfehlungen bis 250 € sind mit Vorsicht zu genießen. Eine Lösung wie der FS3 STEERING WHEEL STAND von Trak Racer stellt zwar zweifellos eine Verbesserung gegenüber einem wackeligen Schreibtisch dar, insbesondere durch die verwendeten Aluminiumprofile. Dennoch ist man durch die Konstruktion relativ eingeschränkt und wird meist in Kombination mit einem Bürostuhl arbeiten müssen.
Ähnlich verhält es sich mit dem Next Level Racing GT Lite Renncockpit, das für ca. 250 € erhältlich ist. Vor allem in Kombination mit z.B. einer G29/G920/T300 Wheelbase und einfachen Pedalen kann man hier durchaus viel Spaß haben. Wer groß und vor allem schwer ist, sollte im Zweifelsfall aber lieber zu teureren Lösungen greifen.
~500€


Im nächsthöheren Preissegment bewegt man sich etwas zwischen den Kategorien und das Budget reicht noch nicht für Alu-Rigs mit vollwertigen Sitzen. Eine der besten Alternativen stellt hier derzeit wohl der PlaySeat Trophy dar, der im Test (Link) sehr überzeugen konnte. Selbst in Kombination mit einer Direct Drive Wheelbase vereint er Stabilität und Sitzkomfort für rund 500€. Das extrem leichte Rig ist derzeit wohl die beste Lösung für ein Wohnzimmer und kann mit wenigen Handgriffen verstaut werden.
Andere All-in-One-Rigs wie das Next Level Racing F-GT sind in dieser Preisklasse wohl die am weitesten verbreitete Alternative, erhalten hier aber gleichzeitig keine klare Kaufempfehlung.
5% Sim-Lab Gutscheincode / Coupon code: simracingpc5
~750€



Ab einem Preis von ca. 750 € fängt der Spaß erst richtig an und man steht vor der Qual der Wahl. Mittlerweile bieten unzählige Hersteller Aluminium-Rigs im Preisbereich unter 500€ an, die mit einem Sitz nach Wahl zu einem hervorragenden Gesamtpaket werden. Die Unterschiede liegen hier meist im Bereich der Detaillösungen oder im Lieferumfang. Auch wenn insgesamt mindestens 700€ kein Pappenstiel sind, bekommt man hier unterm Strich wohl das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer noch mehr sparen möchte, kann zum Beispiel auf ausrangierte Autositze zurückgreifen. Im Folgenden sind drei beliebte Hersteller von Sim-Rigs im Preisbereich unter und um 500 € aufgeführt. Eine breitere Auswahl findet ihr unterhalb der Empfehlungen.
5% Sim-Lab Gutscheincode / Coupon code: simracingpc5
~1000€


Im Bereich um 1000 € (je nach Ausstattung gerne auch etwas mehr oder weniger) kommt man dann in den Genuss von Rigs mit massiven Profilen bis zu einer Größe von 160mm x 40mm. Diese sind damit nicht nur extrem schwer, sondern auch nahezu frei von Flex. Oft sind hier Zubehörteile wie Füße, Zierleisten und komplexere Halterungen bereits im Lieferumfang inbegriffen. Für welches Rig man sich in dieser Preisregion entscheidet, ist oft vor allem auch eine Frage des Designs und der Ausstattung. Häufig gekaufte Beispiele sind hier unter anderem das beliebte TR160 Rig von Trak Racer und das P1-X Rig von Sim Lab.
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Wenn es etwas individueller sein soll


Während die meisten Rigs klassisch in silber (unlackiert) oder schwarz erhältlich sind, bieten einige Hersteller auch Rigs in anderen Farben an. Einer davon ist der deutsche Hersteller TAILOREDRIG, der die Farben türkisblau, basalt, weiß, schwarz, rot und grün anbietet. Zusätzlich kann man individuelle Magnetschilder bestellen, auf die man zum Beispiel seinen Namen oder sein Logo drucken lassen kann. Die Rigs von TAILOREDRIG sind ab ca. 700€ erhältlich.
10% TAILOREDRIG Gutscheincode / Coupon code: SIMRACINGPC
Sitze
Da Aluminium-Rigs in der Regel ohne Sitz ausgeliefert werden, benötigt man folgerichtig natürlich noch eine Sitzmöglichkeit um das Cockpit zu komplettieren. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:



- Simracing-Sitze: Viele Hersteller bieten mittlerweile direkt zu ihren Rigs passende Sitze an. Dabei handelt es sich meist um Nachbauten ohne sicherheitsrelevante Zertifikate, auf die man für den Einsatzzweck Simracing natürlich gut verzichten kann. Qualitativ gibt es hier eine sehr breite Palette ab 100€ bis hin zu Modellen mit integrierter Kühlung (O-Rouge Cold Fusion Serie) ab 750€. Empfehlenswert sind beispielsweise GT-Sitze ab 300€ von Sim-Lab, Trak Racer und anderen Herstellern, die sich optisch sehr ähneln. Neben den normalen Rennsitzen gibt es vereinzelt auch Sitze im Formula-Stil, die aber nur für entsprechend ausgelegte Rigs verwendet werden sollten.
- Autositze: Als Alternative bieten sich auch handelsübliche Autositze an. Diese sind in der Regel etwas bequemer und bieten oft bereits integrierte Verstellmöglichkeiten. Die Nachteile sind die oft uneinheitlichen Befestigungen (hier ist oft Bastelarbeit gefragt) und die hohen Preise. Eine Empfehlung ist daher auf jeden Fall ein Besuch auf den örtlichen Schrottplätzen, die oft sehr gut erhaltene Beifahrersitze für wenig Geld abgeben.
- Sportsitze / Schalensitze: benfalls sehr beliebt sind die für den Einsatz in Renn- und Sportwagen konzipierten Sitze von Sparco, Momo und Co. Im Preisbereich zwischen 200€ und 1000€ (vereinzelte Ausreißer auch deutlich teurer) erhält man hier sehr hochwertige Sitze, die in der Regel seitlich montiert werden. Gerade bei Schalensitzen sollte man umso genauer auf die passende Größe achten und die Sitze, wenn möglich, auf jeden Fall Probe fahren.
Befestigung / Montage
Natürlich müssen die Sitze auch am Rig befestigt werden. Hierfür werden in vielen Fällen seitliche Montagehalterungen benötigt, die entweder direkt im Shop mitbestellt werden können oder separat gekauft werden müssen. Hier sollte man auf jeden Fall auf Kompatibilität achten. Limitierend seitens des Rigs kann eigentlich nur die maximale Breite sein, mit etwas Geschick und im Zweifelsfall zusätzlichen Profilen und Winkeln sollte man fast jede Kombination aus Sitz und Rig verwenden können.
Sehr empfehlenswert sind auch zusätzliche Seatslider, mit denen man den Sitz nach der Montage wie bei einem normalen Autositz vor und zurück schieben kann:
- Sparco Seat Slider (~50€): Amazon*
- Trak Racer Seat Slider (~30€) Trak Racer*


Monitorhalterungen
Neben der richtigen Montage der Sitze sind die Monitore ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor. Grundsätzlich wird zwischen zwei Möglichkeiten unterschieden
- Externe Halterungen: Durch die Anbringung eines oder mehrerer Monitore an externen Halterungen ist man sehr flexibel in der Positionierung. Ebenso kann man die Halterung bei Bedarf einfach verschieben oder beiseite stellen. Nachteile sind der im Vergleich oft höhere Preis und der erhöhte Platzbedarf.
- Integrierte Halterungen: Fast alle Hersteller bieten mittlerweile hauseigene Lösungen für die Montage von ein bis vier Monitoren direkt am Rig selbst an. Während man so z.B. einen einzelnen 49 Zoll Ultrawide Monitor problemlos an einem Rig mit 80×40 Millimeter Profilen befestigen kann, sollte man vor allem bei großen Triple Screens darauf achten, das Rig nicht zu überlasten. Denn durch das hohe Gewicht der Monitore werden die Rigs in der Regel empfindlicher gegen Bewegungen und die Monitore können bei schnellen Lenkbewegungen deutlich in Bewegung geraten.
Halterungen gibt es von sehr vielen verschiedenen Herstellern. Die größten Unterschiede liegen in der Art der Ausrichtung der Monitore, welche mehr oder weniger komfortabel und damit auch schnell von statten geht.


Kompatibilität der Simracing-Hardware
Wheel Base
Die meisten Rigs sind von Haus aus mit den drei großen Herstellern Fanatec, Logitech und Thrustmaster kompatibel, wenn sie mit einer Platte als Montagelösung für die Wheel Base ausgestattet sind. Für andere Hersteller lohnt sich ein Blick in die Kompatibilitätsliste des jeweiligen Rig-Herstellers. Sollte man seine Base dort nicht wiederfinden, gibt es in vielen Fällen fertige Adapter (z.B. Simucube Frontmount auf Fanatec Lochmaß). Alternativ sollte man im Zweifelsfall einen Metallbohrer zur Hand haben und einfach selbst für Kompatibilität sorgen. Möchte man fertige Mounting-Lösungen verbauen, die direkt mit den seitlichen Befestigungen des Rigs verschraubt werden, sollte man in jedem Fall vorher auf die Breite des Rigs achten, die hier in der Regel der wichtige Faktor für die Kompatibilität ist.
Pedale
Für Pedale gilt grundsätzlich ähnliches wie für die Wheel Base. Oft verkaufte Modelle sind oft direkt Kompatibel, für exotische Lösungen müssen im Zweifelsfall wieder Löcher gebohrt werden oder Adapter verwendet werden. Vorsicht gilt hier vor Pedal-Sets, welche von unten verschraubt werden. Diese lassen sich nicht direkt auf Aluminiumprofilen montieren, hier benötigt man zum Beispiel Winkel oder ähnliche Hilfsmittel.
Accessoires
Hat man sein Cockpit fertig montiert unddie passende Simracing-Hardware eingebaut, ist man eigentlich mit seinem Rig fertig. Doch irgendwann stellt sich für fast jeden Sirmacer die Frage: Was nun? Zum Glück gibt es mittlerweile unzählige Produkte und auch DIY-Projekte, um das Rig weiter auszubauen. Wenn man ein wenig auf dieser Seite stöbert, wird man auf viele davon stoßen, hier sind drei mögliche Erweiterungen von vielen.



Gebrauchtkauf
Rigs müssen nicht immer als Neuware gekauft werden. Immer wieder stößt man auf den einschlägigen Online-Portalen auf gute Angebote aber auch ebenso oft auf schlechte Angebote. Deshalb hier ein paar Tipps zum Umgang mit dem Gebrauchtkauf:
Das sollte man vermeiden:
- Komplettpakete mit überholten Komponenten: Auch wenn es verlockend erscheinen mag, vermeintlich günstige Pakete zu kaufen, sollte man davon möglichst Abstand nehmen. Überflüssige Hardware muss umständlich weiterverkauft werden und der Preis stimmt oft nur auf den ersten Blick.
- Alte (All-in-One) Rigs: Viele Simracing Rigs aus vergangenen Tagen sind heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Niemand möchte mit einer Stange zwischen den Beinen fahren und auch in Sachen Stabilität hat sich in der Zwischenzeit zu viel getan.
- Alu Rigs in exotischen Farben: Selbst wenn man der größte Fan einer exotischen Farbe sein sollte: Kauft man sich ein Rig z.B. in einem schicken Lila, hat man gleich mehrere mögliche Probleme. Für jede Erweiterung wird es abenteuerlich, denn farbgleiche Profile zu finden, kann entweder unmöglich oder sehr teuer sein. Außerdem sind exotische Farben oft sehr anfällig für sichtbaren Staub und/oder Kratzer.
- Versand: Eigentlich selbsterklärend: Durch das meist recht hohe Gewicht und die oft voluminösen vielen Einzelteile sollte auf den Versand möglichst verzichtet werden.
Hier kann man hingegen zuschlagen:
- Alu-Rigs: Hier kann man abgesehen von der Farbe eigentlich nicht viel falsch machen. Man sollte nur auf ein gängiges Profilmaß und einen möglichst vollständigen Lieferumfang achten. Alles andere lässt sich im Zweifelsfall leicht ersetzen.
- Lokale Angebote: Nichts geht über den Test vor Ort. Aufbauen und ausprobieren geht leider nur direkt vor Ort. Ein Grund mehr, diese Angebote zu bevorzugen.
- (All-in-one) Rigs von bekannten Herstellern: Möchte man auch später noch Zubehör nachkaufen können, sollte man Rigs von Herstellern bevorzugen, die schon länger auf dem Markt sind. Hier ist die Wahrscheinlichkeit gering, in Zukunft leer auszugehen.































