Simracing Monitor-Guide – Welcher Screen ist der richtige?

Neben der richtigen Simracing-Hardware wie Lenkrad, Pedalen und einem stabilen Rig sowie einem leistungsstarken Gaming-PC spielt die Wahl des Monitors eine entscheidende Rolle für ein wirklich immersives Fahrerlebnis. Der richtige Bildschirm kann den Unterschied machen zwischen einem Gefühl, als säße man nur vor dem Computer, und dem Eindruck, tatsächlich auf der Rennstrecke zu sein.Jeder Simracer hat andere Anforderungen. Manche bevorzugen ein einzelnes Display, andere setzen auf Triple-Monitor-Setups oder Ultrawide-Monitore. Budget, verfügbarer Platz und persönliche Vorlieben spielen ebenfalls eine große Rolle. Genau hier setzt dieser Guide an: Er soll dir helfen, die für dich optimale Lösung zu finden.

Verschiedene Monitor-Typen in der Übersicht

Monitore gibt es in vielen Größen und Formen, wobei für Simracer besonders folgende Punkte interessant sind:

  • Single-Monitor vs. Triple-Setup vs. Ultrawide: Zunächst stellt sich natürlich die Frage, ob man sich für einen einzelnen Monitor oder ein Triple-Setup entscheiden soll. Einzelne Monitore haben dabei den klaren Vorteil der Kompatibilität mit nahezu jeder aktuellen Simulation, während bei einem Triple-Setup neben der grundsätzlichen Kompatibilität auch die aufwendige Einrichtung für verschiedene Sims zur Last werden kann. Bei den Single-Screen-Monitoren gibt es verschiedene Formate wie 16:9, 21:9 oder 32:9 (Ultrawide). Letzteres bietet aktuell die bestmögliche Immersion bei Single-Screens, bevor man über ein Triple-Screen-Setup nachdenkt.
  • Flach vs. Curved: Neben herkömmlichen Screens (Flat) gibt es mittlerweile auch Monitore mit verschiedenen Krümmungen (wird als Radius in der Form XX00R angegeben). Vor allem Single-Screen-Setups profitieren von einer hohen Krümmung, da dadurch ein deutlich größerer Bereich des FOVs abgedeckt werden kann.
  • VR oder TV-Monitor als Alternative: Neben herkömmlichen PC-Monitoren kann man auch VR-Headsets verwenden oder auf einen TV-Monitor setzen. Während VR eine äußerst immersive Alternative sein kann (Simracing VR-Headsets – Übersicht und Empfehlungen), sollten TV-Monitore eher als Notlösung betrachtet werden

Performance-Features für Simracer

Simracer haben oft andere Anforderungen an Bildschirme als herkömmliche Gamer. Während einige Features von hoher Bedeutung sind, kann man in anderen Bereichen durchaus gewisse Abstriche machen.

  • Auflösung: Bei Single-Screen-Setups hat sich mittlerweile eine Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixeln im Format 21:9 bzw. 5.120 x 1.440 Pixeln im Format 32:9 etabliert. Diese Auflösungen bieten bei einem für Simracing typischen Abstand von 60 bis 90 Zentimetern eine gute Mischung aus Bildqualität und Hardwareanforderungen. Triple-Screen-Nutzer haben meist die Wahl zwischen 16:9-Monitoren mit einer Auflösung von 2560 x 1440 (WQHD) bzw. 3840 x 2160 (4K) Pixeln. Für die höhere Auflösung wird allerdings ein entsprechend potentes High-End-System benötigt, da hier die doppelte Anzahl an Pixeln zu bedienen ist.
  • Bildwiederholrate: Typische Simulationen erreichen in Multiplayer-Sessions selten mehr als 100 bis 150 FPS, vor allem bei Verwendung von Monitoren mit hoher Auflösung. Im Gegensatz zu First-Person-Shootern reichen hier also Monitore mit deutlich geringeren maximalen Bildwiederholraten aus. Wichtiger ist hier die Unterstützung von FreeSync bzw. G-Sync, da diese eine flüssigere Bildwiedergabe auch bei geringeren In-Game-FPS ermöglichen kann.
  • Reaktionszeit: Auch bei der Reaktionszeit sind die Anforderungen nicht allzu hoch, sodass nahezu alle aktuell verfügbaren Monitore als Simracing-Screens genutzt werden können. Lediglich TV-Monitore können durch ihre teilweise immer noch sehr hohen Reaktionszeiten ein Problem darstellen.
  • VESA-Mount: Um einen Monitor mit einer passenden Halterung verbinden zu können, muss er über einen integrierten VESA-Mount verfügen. Dieser Standard ermöglicht die universelle Kombination der Monitore mit nahezu allen verfügbaren Halterungen: https://simracing-pc.de/2023/07/26/simracing-rigs-uebersicht-und-kaufguide/#Monitorhalterungen.
  • Anschlüsse: Für Simracer sind auch die Anschlüsse der Monitore wichtig, wobei diese mittlerweile bei nahezu allen Modellen vorhanden sind. Hier sollte man darauf achten, dass ein DisplayPort vorhanden ist. Dieser ermöglicht mit passenden Kabeln eine zuverlässige Verbindung mit dem PC, auch über weitere Distanzen, und bei den meisten Grafikkarten muss man selbst bei Triple-Screen-Setups keine Adapterlösungen einsetzen.
  • Weitere Kriterien: Zu den weiteren Kriterien können beispielsweise die Rahmendicke bei Triple-Screens oder die maximale Helligkeit bzw. die HDR-Unterstützung sein. Vor allem letztere Kriterien sind dabei eher subjektiv.

Empfehlungen

Nachfolgend findet ihr eine Übersicht über Monitore aus verschiedenen Preisklassen. In jeder Preisklasse gibt es natürlich noch deutlich mehr Modelle verschiedener Hersteller. Die hier aufgelisteten Monitore haben sich in der Praxis allerdings bewährt und sind in ihrer jeweiligen Kategorie eine solide Wahl.

Budget-Lösung: 34 Zoll Ultrawide Single Screen

Im Preisbereich bis 250 Euro sind 34-Zoll-Monitore aktuell nahezu unschlagbar. Sie bieten vor allem für Einsteiger ein oft ausreichendes, breites Bild, wodurch sich ein erster echter „Mittendrin-Effekt” ergibt. Mit einer Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixeln reichen für die meisten Situationen bereits Grafikkarten der Mittelklasse aus. Der Samsung-Bildschirm hat dabei eine vergleichsweise hohe Krümmung (1000R) und eine Bildwiederholrate von 165 Hz, während der AOC-Monitor etwas weniger gekrümmt ist (1500R), dafür aber eine leicht höhere Bildwiederholrate von 180 Hz bietet.

Triple Screens: 32 Zoll QHD

Die Lücke zwischen der Budgetklasse und einem Triple-Screen-Setup ist relativ groß. Für drei 32-Zoll-Monitore mit einer Auflösung von jeweils 2560 x 1440 Pixeln müssen aktuell rund 600 Euro eingeplant werden. Dafür erhält man drei gekrümmte Monitore (1500R bzw. 1000R) sowie eine passende Monitorhalterung. In Kombination mit einem ausreichend großen Raum zur Aufstellung bieten sie ein äußerst immersives Simracing-Erlebnis. Theoretisch ist es möglich, mit kleineren Monitoren (z. B. 27 Zoll) etwas günstiger zu bleiben, allerdings ist der Mehrwert von größeren Bildschirmen deutlich spürbar.

Single Screen: 49 Zoll Ultrawide

In einem ähnlichen Preisbereich wie bei Triple-Screen-Setups liegen auch 49-Zoll-Monitore mit einem Seitenverhältnis von 32:9 und einer Auflösung von 5120 x 1440 Pixeln. Ab rund 600 Euro gibt es mittlerweile eine breite Auswahl an Modellen verschiedener Hersteller, darunter Samsung und LG, aber auch Drittanbieter, die teilweise deutlich günstigere Preise bei reduzierten Features bieten. Man sollte lediglich darauf aufpassen, einen Monitor mit einer Krümmung von 1000R bis 1400R auszuwählen und auf das Vorhandensein einer VESA-Montagevorrichtung zu achten.

FOV-Rechner

Hier steht euch ein praktischer Rechner zur Verfügung, mit dem ihr das passende (reale) Sichtfeld für verschiedene Monitor-Konfigurationen berechnen könnt. Dies hängt von der Größe (und gegebenenfalls der Krümmung) des Monitors bzw. der Monitore sowie dem Abstand zum Fahrer ab.

Eingabe

Ausgabe (FOV)

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FOV Calculator von dinex86

Der hier verwendete Rechner wurde in der Ursprungsversion von dinex86 (Markus Ewert) entwickelt und wurde unter der MIT License veröffentlicht. Mehr dazu hier: https://github.com/dinex86/FOV-Calculator

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