DCSimracing DC3 Pedale im Test

DCSimracing DC3 Pedale im Test

Bestellung und Preise

Die hier getesteten Pedale wurden gebraucht erworben und sind deshalb auf den Fotos auch nicht mehr im Auslieferungszustand. Möchte man die Pedale aktuell im Neuzustand kaufen, sind ungefähr folgende Preise zu zahlen:

  • DC2 Pedale (Gas + Bremse) inklusive Baseplate: 379€
  • DC3 Pedale (Gas + Kupplung + Bremse) inklusive Baseplate: 499€
  • Kupplungspedal: 139€

Zusätzlich kann man direkt beim Hersteller verschiedene optionale Erweiterungen (zum Beispiel Elastomer-Sets, Vibrationsmotoren und Fersenstützen) erwerben.

Lieferumfang

Der Lieferumfang der Pedale ist sehr übersichtlich gehalten, enthält aber alles um sofort loszulegen:

  • Baseplate
  • Throttle pedal
  • Brake pedal with 2 different elastomers
  • (clutch pedal)
  • USB cable
  • Mounting material (bolts, rings and nuts)
  • Oil and grease
  • Allen key tools

Montage und Installation

Verwendet man die mitgelieferte Baseplate, so ist die Montage mit wenigen Handgriffen erledigt. Die vormontierten Pedale werden mit jeweils vier Schrauben sicher befestigt, dabei kann die Position sowohl in der Breite als auch in der Tiefe durch die verwendeten Langlöcher angepasst werden.

Die Elektronikbox wird am hinteren Teil der Baseplate mit dem mitgelieferten Halter aus Metall befestigt und steht dadurch etwas nach hinten ab. Ist der Platz dafür nicht vorhanden, kann man die Box natürlich auch individuell auf eine andere Art und Weise befestigen, die Verbindungskabel zu den einzelnen Pedalen sind dafür ausreichend lang dimensioniert.

Technik

DCSimracing verwendet sowohl bei den DC2- als auch bei den DC3-Pedalen den altbewährten Controller von Leo Bodnar mit 16 Bit Auflösung.

Gas- und Bremse werden durch wartungsfreie Hall-Sensoren angesteuert, die Bremse setzt auf eine 100 Kilo starke Laodcell von Mavin. Diese reicht für die meisten Anforderungen völlig aus und liegt zwischen Fanatec V3 (90 Kilo) und Heusinkveld Sprint (120 Kilo). Die reale maximale Kraft auf das Bremspedal dürfte in etwa bei 50 Kilo liegen.

Software

Um die einzelnen Pedale zu kalibrieren und richtig einzustellen setzt DCSimracing auf eine eigene Software, welche durchaus zu gefallen weiß. Hier können neben der Bremskraft auch die Totzonen und bei Bedarf auch individuelle Pedalkurven einstellen. Diese können dann mit einem Knopfdruck auf die Pedale übertragen werden, zusätzlich kann das Profil importiert sowie exportiert werden. Somit ist auch ein Austausch zwischen verschiedenen Usern möglich.

Anmerkung: Um die Sprache von spanisch auf englisch umzustellen gibt es einen Button in der Ecke rechts oben.

Pedale

Die Pedale sind laut Hersteller alle aus class 304 satin stainless steel gefertigt und machen einen grundsoliden Eindruck, kommen dabei aber sowohl was die Dicke der Materialien als auch was die Oberfläche angeht nicht an einige höherpreisige Pedale heran. Nicht zuletzt durch die massive Grundplatte gibt es aber trotzdem keine Probleme mit übermäßigem Flex und die Pedale sollten auch bei ausgiebiger Benutzung keine Probleme bereiten.

An einigen Stellen werden 3d-gedruckte Teile aus PLA eingesetzt (z.B. Hall Sensor support), diese sind aber keinen größeren Belastungen ausgesetzt.

Jedes der drei Pedale lässt sich im Anstellwinkel (Bereich von ca. 15°) durch vier verschiedene Befestigungspunkte der hinteren Seite der Pedale verstellen. Ebenso lassen sich die vergleichsweise kleinen Pedalplatten sowohl bei Bremse und Kupplung (22.5 – 27 Zentimeter Höhe der Oberkante) als auch beim Gaspedal (22.5 – 30 Zentimeter) in der Höhe anpassen.

Gas

Das Gaspedal macht einen guten Eindruck und lässt sich sehr feinfühlig bedienen. Durch eine um etwa 16° verstellbare Befestigung am Pedalarm lässt sich der Winkel zur Aufnahme der Feder und damit auch die benötigte Kraft anpassen. Ebenso verändern lässt sich die Vorspannung der Feder und der Endanschlag des Gaspedals. Bei letzterem wäre ein Halteraster schön gewesen, um die Möglichkeit eines ungewollten Verrutschens gänzlich auszuschließen.

Insgesamt bleibt die Feder des Gaspedals aber relativ weich, möchte man ein sehr hartes Gaspedal realisieren, sollte man über die Verwendung einer anderen Feder nachdenken.

Bremse

Das Bremspedal ist durch die verbauten Elastomere in seiner Charakteristik anpassbar, welche in zwei Härtegraden (grün: weich, gelb: härter) beiliegen. Die verbaute Feder lässt das Bremspedal auf den ersten Zentimetern sehr weich erscheinen, was im Test keinen optimalen Eindruck hinterlässt. Ebenso kommen die verwendeten Elastomere ab rund 70% der maximalen Bremskraft an ihre Grenze. Hier sollte man, wenn man höhere Bremskräfte fahren möchte, über die optional erhältlichen Zusatzkits nachdenken. Insbesondere auf die verwendete Feder hätte man wohl lieber verzichtet und direkt härtere Elastomere beigelegt.

Dennoch lässt sich die Bremse gut dosieren und bietet durch den simplen aber stabilen Aufbau eine solide Grundlage für Modding aller Art.

Kupplung

Die im 3-Pedal-Set enthaltene Kupplung ist im Vergleich zu manchen Mitbewerbern eher einfach konstruiert,, mach dafür aber trotzdem einen soliden Job und imitiert das Gefühl einer realen Kupplung durchaus gut. die verwendete Feder ist auch hier wieder eher auf der weicheren Seite einzuordnen. Anpassen lässt sich das Gefühl der Kupplung durch eine Veränderung der Vorspannung und des Endanschlags.

Fazit

Insgesamt wissen die Pedale von DCSimracing durch den einfachen aber grundsoliden Aufbau zu gefallen, welcher eine gute Grundlage für weitere Modifikationen sein kann. Diese hätten dabei allerdings teilweise auch gut gerne direkt verbaut werden können.

Ebenfalls positiv zu erwähnen ist die einfache aber gute Software und das Konzept die Controllerbox am hinteren Teil der sehr guten Baseplate zu platzieren.

Die Pedale lassen sich am ehesten oberhalb der Fanatec V3-Pedale einordnen, kommen aber qualitativ und technisch nicht an zum Beispiel die Sprint Pedale von Heusinkveld heran.

Pros

  • Preis
  • Solide Baseplate
  • Einfache und schnelle Montage
  • Aufbau und Position Controller-Box
  • Software

Cons

  • Auswahl der Elastomere und Federn nicht immer optimal
  • Garantieabwicklung über Händler