Thrustmaster T300RS – Wheelbase im Test

Thrustmaster T300RS – Wheelbase im Test

Bestellung und Versand

Die kompakte Wheelbase von Thrustmaster kann in verschiedenen Versionen geordert werden. Diese unterscheiden sich in der Regel durch die beigelegten Pedale (2- oder 3-Pedal-Set) und zum Teil durch die Beigabe eines alternativen Lenkrades. Bei den Pedalen, welche selbst kein Teil dieses Reviews sind, sollte man das 3er-Pedalset auf Grund der deutlich besseren Standfestigkeit vorziehen, bei den Lenkrändern ist es hauptsächlich eine Frage der eigenen Vorlieben im Bezug auf Design und Form. Die Preise bewegen sich zwischen 200€ und 350€ je nach Lieferumfang.

Die hier getestete Kombination aus Lenkrad und Base wurde bei Amazon gekauft (Link: https://www.amazon.de/s?k=T300RS*).

Kompatibilität

Die hier vorgestellte Wheelbase ist von Haus aus mit der PlayStation (PS3 und PS4, Sony verspricht ebenfalls eine Kompatibilität zur PS5) und den gängigen Simracing-Titeln kompatibel. Im PC-Bereich ist die Base ebenfalls in allen relevanten Spielen benutzbar, vorgefertigte Profile sind zudem bei einem Großteil der Simulationen verfügbar und können direkt geladen werden.

Innerhalb des Ecosystems ist die Base mit den zusätzlich erhältlichen Lenkradaufsätzen von Thrustmaster kompatibel. Ebenso können die Pedale gegen die höherwerten T-LCM Pedals ausgetauscht werden, diese verfügen über eine Bremse mit einer Loadcell und lassen sich dadurch deutlich feinfühliger dosieren. Eine Handbremse und ein Shifter von Thrustmaster sind ebenfalls verfügbar, Möglichkeiten des Upgrades gibt es also zu genüge.

Force-Feedback

Die T300RS-Base von Thrustmaster ist mit einem in dieser Preisklasse sehr guten Force-Feedback ausgestattet. Durch das Antriebssystem mit zwei Riemen sind die Effekte deutlich feinfühliger und weniger ruckelig, vor allem im direkten Vergleich zu den Pendants aus dem Hause Logitech, welche jeweils mit einem Zahnradantrieb arbeiten. Das dabei sehr leise arbeitende System ist mit einem bürstenlosen Industriemotor ausgestattet und wird durch die H.E.A.R.T HallEffect AccuRate Technology™, einer Technologie mit kontaktlosem Magnetsensor für laut Thrustmaster dauerhafte Präzision unterstützt.

Mit Peak-Werten von ca. 4 – 4.5 Newtonmetern ist das T300 zwar etwas leistungsstärker als beispielsweise das G29 von Logitech, ordnet sich aber im Vergleich etwas unterhalb der CSL-Elite-Wheelbase von Fanatec ein. In vielen Situationen fällt dies nicht negativ auf, kann allerdings je nach Auto und Force-Feedback-Einstellungen zu dem sogenannten Clipping führen, bei dem stärkere Force-Feedback-Spitzen nicht mehr dargestellt werden können – Informationen gehen verloren.

Insgesamt ist das Force-Feedback für diesen Preisbereich aber ohne wirkliche Konkurrenz, vor allem für den Einstieg in die Welt des Simracings bis zu den ersten kompetitiven Rennen ist es ohne Zweifel geeignet.

Das Lenkrad

Das mitgelieferte Lenkrad ist zweckdienlich ausgestattet und bieten folgende Features:

  • 28 Zentimeter Durchmesser
  • zwei Schaltwippen mit einem eher leichten Druckpunkt
  • 11 Funktionstasten (+2 Tasten an der Base)
  • ein 4-Wege-Steuerkreuz

Hier wären Zusatztasten, vor allem Drehregler oder 2-Wege-Schalter wünschenswert gewesen. Die Verarbeitung des Lenkradkranzes mit seinen gummiertes Griffen ist hingegen als durchaus gut zu bezeichnen. Durch seine knapp 1.2 Kilo Gewicht und die Zentralspeichen aus gebürstetem Metall wirkt es hochwertiger als es die Preisregion des Sets vermuten lassen würde, kommt aber nicht ohne die Verwendung von Plastikteilen aus. Die Buttoncaps im Design der PlayStation sind hier eine Frage des Geschmacks.

Optional kann man die bereits erwähnten Addon-Lenkräder wie das Sparco P310 (siehe Foto) erwerben.

Die Montage

Die T300 Base kann sowohl fest an einem Rig als auch variabel mit der Tischhalterung montiert werden. Für einen festen Halt am Schreibtisch empfiehlt sich ein Tisch mit einer glatten Unterseite, damit die gummierten Haltepunkte ausreichend Grip bieten.

Das Quickrelease-System

Der Quickrelease des T300 ist einfach aber effektiv. Durch das feste verdrehen wird ein für das Force-Feedback-Level ausreichender Halt gewährleistet, Werkzeug wird nicht benötigt. Verschiedene Lenkräder können so schnell und einfach gewechselt werden, ebenfalls sind mittlerweile erste kompatible Produkte von Drittanbietern verfügbar.

Fazit

Insgesamt ist das T300 von Thrustmaster eine klare Empfehlung und leistet sich keine größeren Schwächen. Insbesondere ist das Set ideal für einen gelungen Einstieg in die Welt des Simracings. Durch die vorhandenen Upgrademöglichkeiten, insbesondere der Loadcell-Pedale, lässt sich so nach und nach für vergleichsweise wenig Geld ein sehr brauchbares Setup konfigurieren.

Pros

  • Preis
  • Riemenangetriebener Motor
  • Upgrademöglichkeiten
  • Flexible Montagemöglichkeiten
  • Das beste Force-Feedback der Preisklasse

Cons

  • Anzahl der Funktionstasten
  • Standardpedale mit Verbesserungspotential
  • Force Feedback stößt teilweise an seine Grenzen

4 Gedanken zu „Thrustmaster T300RS – Wheelbase im Test

  1. Also…. nicht falsch verstehen, es ist tatsächlich ein gutes Lenkrad und eine gute Base für den Einstieg unter 400 Euro.. aber es ist alles andere als leise! Sobald man das force Feedback auch nur auf 75% stellt und ingame auf 100 lässt (auch bei niedrigeren Werten), fängt die Base gerade beim driften extrem schnell an laut zu summen und die Lüfter arbeiten volle Pulle. Das nervt und ist durch Vibration im Lenkrad sowie sogar durch die Kopfhörer spür und hörbar. Ohne Kopfhörer ist es ein Alptraum. Ich mag das System an sich, aber das stört wirklich massiv. Zudem lese ich oft, dass das T300RS sehr störungsanfällig ist. Ich habe meines nur ein paar Monate benutzt bis das summen anfing.

    • Hallo Kristoff und Danke für dein Feedback.

      Ich habe die Base selbst über ein Jahr lang benutzt und auch bei Freunden und Bekannten traten die von dir beschriebenen Gebräuche nicht in so starker Form auf. Vielleicht solltest du deine Base einmal bei Thrustmaster reklamieren

      Grüße,
      Max

    • Hi Kristoff, ich habe exakt das selbe Problem! Bei schnellen, langen Kurven und konstantem Lenkeinschlag fängt das Lenkrad stark an zu brummen und das ganze Lenkrad vibriert. Man hört und spürt den Elektromotor also akustisch und haptisch extrem. Werde mein Lenkrad wohl zurück schicken müssen – schade!

  2. Hi Kristoff, ich habe exakt das selbe Problem! Bei schnellen, langen Kurven und konstantem Lenkeinschlag fängt das Lenkrad stark an zu brummen und das ganze Lenkrad vibriert. Man hört und spürt den Elektromotor also akustisch und haptisch extrem. Werde mein Lenkrad wohl zurück schicken müssen – schade!

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