Stärker, schneller, präziser – Was eine gute Wheelbase wirklich ausmacht

Mehr Newtonmeter, schnellere Reaktionen, höhere Auflösung: Die technischen Daten von Wheelbases lassen sich leicht vergleichen. Wie gut sich eine Base im Alltag anfühlt, verraten diese Zahlen jedoch nicht. Zusatzfunktionen, Software und die Kompatibilität mit Lenkrädern, Pedalen und Plattformen können bei der Kaufentscheidung ebenso wichtig sein. Worauf kommt es also wirklich an?

Newtonmeter, Slew Rate und Co – Wie viel braucht man wirklich

Das Motto vieler Simracer lautet natürlich „höher, schneller, weiter“. Nach der ersten Einsteiger-Base kann es daher oft nicht stark genug sein. Viele Hersteller bieten dazu passend mittlerweile Bases mit über 30 Newtonmetern an, die teilweise sogar extrem gedrosselt werden müssen, um sie sinnvoll zu verwenden. Für viele Simracer wäre hingegen schon eine Base mit 12 bis 15 Newtonmetern ausreichend, wobei dies natürlich wie so oft auch immer vom Einzelfall abhängt.

Ähnlich verhält es sich mit zusätzlichen Parametern wie der Slew-Rate. (Die Slew-Rate lässt sich mit der Beschleunigung des Motors vergleichen. Sie gibt an, wie schnell ein bestimmter Kraftwechsel stattfindet. Meist wird sie in Nm/ms (Newtonmeter pro Millisekunde) gemessen.) oder der Encoder-Auflösung. Letztere liegt bei aktuellen Wheel Bases meist im Bereich von 21 bis 24 Bit und damit in einem Bereich in dem Unterschiede durch Nutzer nicht mehr in der Praxis wahrnehmbar sind.

Das soll nicht heißen, dass es beim Force Feedback keine Unterschiede zwischen den verschiedenen Herstellern gibt. Allerdings fallen diese von Generation zu Generation der WheelBases immer geringer aus und gehen mehr in Richtung Nuancen. Themen wie Cogging (spürbare Magneten bei Drehungen) und Überhitzung sind heutzutage, ausgenommen Extremsituationen, bei allen bekannten Simracing-Herstellern im normalen Einsatz meist kein entscheidendes Kaufkriterium mehr.

Force Feedback – Subjektivität, Telemtrie und Software

Fragt man fünf verschiedene Simracer nach der Base mit dem besten Force Feedback, erhält man nicht selten fünf verschiedene Antworten. Das Hauptproblem ist hier schlicht die Vergleichbarkeit: Kaum ein Nutzer hat die Unterschiede von mehr als maximal einer Handvoll Bases außerhalb von Messe-Umgebungen selbst erfahren können und auch die gewählten Einstellungen unterscheiden sich oftmals voneinander.

WÄhrend sich die Bases auf der Hadrware-Seite zunehmen annähern gibt es beim Thema Software weiter gewisse Utnerchiede. Dazu zählz zum Beispiel dass immer mehr in mOde kommende Telemtrie-FFB (Fahr- und Fahrzeugdaten werden für tzusötzliche Effekte genutzt), welches mittlerweile von verschiedenen herstellern eingeesztt wird. Zudem gibt es Utnerschiede bei den eisntellbarern Paramtern und dem BEdinugnskomfort der Software.

Zusammengefasst bleibt das Force-Feedback ein sehr subjektives Thema, bei dem Diskussionen nicht selten in Glaubensfragen abdriften können. Die Hersteller versuchen, sich vor allem durch kleine Verbesserungen von der Konkurrenz abzuheben, und produzieren dabei von Generation zu Generation immer bessere Wheel Bases. Allerdings hat sich die Entwicklung mittlerweile sehr deutlich verlangsamt.

Ökosystem und Kompatibilität

Ein Faktor, der definitiv kaufentscheidend sein kann, ist das Ökosystem der verschiedenen Hersteller. Während sich einige Anbieter nach außen eher abschotten, setzen andere mittlerweile beispielsweise auf direkten USB-Support via Passtrough. Hinzu kommt der Einsatz von verschiedenen QR-Systemen, die teilweise proprietär sind (zum Beispiel Simucube, Fanatec oder SimLab) oder auf Standardkomponenten setzen. Somit kann am Ende manchmal soagr die Nutzung eines einzigen Lenkrads den Ausschlag für oder auch gegen eine Wheel Base geben.

Zusätzlich können sich einige Hersteller von der Konkurrenz absetzen, indem sie neben dem Support von nahezu allen aktuellen Simracing-Titeln auf dem PC ebenso eine Kompatibilität mit der Xbox oder PS5 bieten. Ein Umstand, den auch gutes Force Feedback oder andere Faktoren nicht wettmachen können.

Fazit und Empfehlungen

Was bleibt nun also als Fazit? Vor allem eins: Die eigenen Anforderungen sollten bei der Wahl strikt an erster Stelle stehen und man sollte sich von immer größer werdenden Zahlen nicht unnötig verrückt machen lassen. Es kann sich immer lohnen, auf Empfehlungen einzelner User zu hören, allerdings sollte man hier immer deren Bias zum „eigenen“ Produkt im Hinterkopf behalten. Eine universelle Empfehlung gibt es folgerichtig auch nicht. Es lohnt sich daher, einen Blick in Vergleiche zu werfen und auch Testberichte können ein guter Indikator für den Neukauf sein. Wichtig ist gleichzeitig auch, dass man auf dem heutigen Markt kaum noch einen echten Fehler machen kann. Das Zeitalter schlechter Wheelbases im Preisbereich ab 500 € ist glücklicherweise Geschichte.

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