GTA VI im Simracing-Check: Rennstrecke, Fahrphysik und Lenkrad-Support

GTA VI ist eines der meistdiskutierten und am sehnlichsten erwarteten Spiele der letzten Jahre. Neben der offenen Welt und der Geschichte dürfen sich offenbar auch Fans von Auto- und Simracing auf interessante Inhalte freuen. Das bisher gezeigte Material umfasst eine permanente Rennstrecke, Straßenrennen, Motocross und eine ausgeprägte Tuningkultur. Wie realistisch sich die Fahrzeuge fahren lassen werden, ist allerdings noch nicht bekannt. Wir fassen zusammen, was über die Racing-Inhalte bereits gesichert ist und welche Fragen noch offenbleiben.

All We Know: Was GTA VI für Motorsport- und Simracing-Fans bietet

In GTA VI zeigt Rockstar verschiedene Formen des Motorsports. Dazu gehören organisierte Rundstreckenrennen, nächtliche Straßenrennen sowie Wettbewerbe mit Dirtbikes und Offroad-Fahrzeugen. Die unterschiedlichen Regionen von Leonida bieten dafür passende Umgebungen: von den Straßen Vice Citys über lange Highways und Küstenstraßen bis zu ländlichen und unbefestigten Gebieten.

Laut Rockstar wurde der „Extended Look“ vollständig aus In-Game-Material der PlayStation 5 erstellt. Deshalb vermitteln die Szenen einen guten Eindruck von der Spielwelt und ihren Aktivitäten. Wie umfangreich die einzelnen Rennmodi ausfallen und ob es Meisterschaften oder eine eigene Karriere geben wird, ist aber noch nicht bekannt.

Gellhorn International Raceway: Rockstars erste echte Rennstrecke

Besonders interessant ist eine permanente Asphaltstrecke, auf der mehrere Fahrzeuge ein klassisches Rundstreckenrennen austragen. Im eingeblendeten HUD sind unter anderem die aktuelle Position, die Rundenanzahl und die Zeitmessung zu erkennen. Die Konkurrenten werden außerdem auf der Minimap angezeigt. Damit handelt es sich offenbar um eine strukturierte Rennaktivität und nicht lediglich um eine Verfolgungsjagd innerhalb einer Mission.

In der Community wird die Anlage häufig „Gellhorn International Raceway“ genannt. Ein möglicher Hinweis darauf ist die Aufschrift „Gellhorn International“ auf einem Kleidungsstück von Lucia in Trailer 2. Rockstar hat den Namen und die genaue Lage der Rennstrecke allerdings bislang nicht offiziell bestätigt.

Das GTA VI Mapping Project vermutet die Strecke in der Region Port Gellhorn und hat ihren möglichen Verlauf anhand des verfügbaren Materials rekonstruiert. Dabei sind Vergleiche mit dem Sebring International Raceway in Florida entstanden. Besonders die Kombination aus Rennstrecke und angrenzendem Flugfeld erinnert an Sebring. Das gezeigte Layout ist jedoch keine 1:1-Nachbildung. Ob Sebring tatsächlich als Inspiration diente, bleibt daher offen. The Drive: Analyse der GTA-VI-Rennstrecke (https://www.thedrive.com/news/gta-6-drivers-can-finally-take-it-to-the-track-leaked-map-shows).

Handling und Fahrphysik: Fährt sich GTA VI realistischer als GTA V?

Aufgrund der bisherigen Aufnahmen lässt sich die tatsächliche Fahrphysik noch nicht zuverlässig bewerten. Zu sehen sind Bewegungen der Karosserie beim Bremsen und Lenken, arbeitende Fahrwerke sowie Reifenqualm bei Burnouts und Drifts. Das kann für ein detaillierteres Fahrzeugverhalten sprechen, sagt aber noch wenig über Grip, Gewichtsverlagerung oder das Verhalten im Grenzbereich aus.

Entscheidend wird sein, ob sich die verschiedenen Fahrzeugtypen spürbar unterscheiden. Ein Sportwagen sollte beim Einlenken, Bremsen und Beschleunigen anders reagieren als ein schwerer Pick-up oder ein klassisches Muscle Car. Ebenso interessant ist die Frage, ob Rennfahrzeuge eine eigene Abstimmung erhalten oder lediglich schnellere Varianten normaler Straßenfahrzeuge darstellen.

GTA VI wird voraussichtlich zugänglicher bleiben als eine Simulation wie Assetto Corsa Competizione oder iRacing. Trotzdem könnte Rockstar das im Vergleich zu GTA V relativ einfache Fahrmodell weiterentwickeln. Eine offizielle Beschreibung der Reifen-, Fahrwerks- oder Schadensphysik gibt es bisher nicht.

Lenkrad, Pedale und Force Feedback: Was über den Hardware-Support bekannt ist

Für Simracer ist vor allem der Hardware-Support entscheidend. Bislang hat Rockstar nicht bestätigt, ob GTA VI Lenkräder und Pedale unterstützen wird. Dementsprechend gibt es noch keine verlässlichen Informationen zu Force Feedback, Direct-Drive-Lenkrädern, Kupplung, H-Schaltung oder frei belegbaren Achsen.

Auch Telemetrie, Triple-Screen-Unterstützung und VR sind derzeit nicht angekündigt. Die gezeigte Rennstrecke bedeutet daher nicht automatisch, dass GTA VI mit einem kompletten Simrig gespielt werden kann. Auf den bisher bestätigten Konsolen wäre eine grundlegende Unterstützung der verbreiteten Modelle von Logitech, Thrustmaster oder Fanatec technisch möglich, doch eine entsprechende Ankündigung von Rockstar liegt nicht vor.

Besonders interessant wäre eine spätere PC-Version. Diese ist aktuell nicht offiziell bestätigt. Auf dem PC wären umfangreichere Hardwareprofile, Modifikationen und externe Telemetrie-Anwendungen eher denkbar. Solange Rockstar keine konkreten Informationen veröffentlicht, sollte der Lenkrad-Support aber als offene Frage behandelt werden.

Motocross, Straßenrennen und Offroad-Events: Die Racing-Disziplinen in Leonida

Neben der Asphaltstrecke zeigt das bisherige Material weitere Rennen. In einer Szene treten mehrere Dirtbike-Fahrer gegeneinander an. Weitere Aufnahmen zeigen Quads und Geländefahrzeuge in ländlichen Regionen. Ob es dafür vollständige Rennserien oder lediglich einzelne Events geben wird, ist noch nicht bekannt.

Auch Street Racing scheint erneut eine wichtige Rolle zu spielen. Zu sehen sind stark modifizierte Fahrzeuge, nächtliche Treffen und Rennen auf öffentlichen Straßen. Unterbodenbeleuchtung, auffällige Lackierungen und Flammen aus den Auspuffanlagen erinnern an die Tuning- und Straßenrennkultur Floridas.

Damit könnte GTA VI drei unterschiedliche Bereiche abdecken: organisierte Rennen auf einer permanenten Strecke, illegale Straßenrennen und Wettbewerbe auf unbefestigtem Untergrund. Wie viele Strecken und Veranstaltungen jeder Bereich umfasst, hat Rockstar noch nicht bekannt gegeben.

Tuning, Rennwagen und Car Culture: Wie umfangreich wird die Fahrzeugwelt?

Die Trailer vermitteln den Eindruck, dass die Fahrzeugkultur in GTA VI umfangreicher inszeniert wird als in den vorherigen Spielen. Zu sehen sind klassische US-Fahrzeuge, moderne Sportwagen, Supersportwagen, Pick-ups, Geländewagen und Motorräder. Hinzu kommen deutlich umgebaute Autos mit großen Heckflügeln, speziellen Felgen, Rennlackierungen und veränderter Fahrzeughöhe.

Welche Teile sich tatsächlich individuell anpassen lassen, ist noch nicht bestätigt. Denkbar wären bekannte Optionen aus GTA V und GTA Online, beispielsweise Felgen, Lackierungen, Spoiler, Fahrwerk und Leistungsupgrades. Ob Rockstar zusätzlich eine detailliertere Abstimmung von Übersetzung, Reifendruck, Fahrwerk oder Bremsbalance anbieten wird, ist derzeit offen.

Für Simracer wäre vor allem relevant, ob Veränderungen am Fahrzeug auch nachvollziehbare Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben. Das bisher gezeigte Material bestätigt eine vielfältige Tuningkultur, aber noch kein technisch anspruchsvolles Setup-System. Bis Rockstar weitere Details nennt, sollte daher zwischen sichtbaren optischen Umbauten und möglichen Performance-Einstellungen unterschieden werden.

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