SPC Rearview Mirror – Virtuelle Rückspiegel Software

Zwar erlauben viele Simulationen eine Anpassung der Kameraperspektive und virtuelle Rückspiegel, doch eine flexible Darstellung eines bestimmten Bildausschnitts auf einem zusätzlichen Display ist meist nicht möglich. Genau hier setzt SPC Rearview Mirror an. Die Software ist herstellerunabhängig und übernimmt schlicht den gewünschten Bereich des Windows-Desktops. Dadurch eignet sich die Software ideal für den Einsatz auf Displays, um dort einen virtuellen Rückspiegel anzuzeigen.

Das Hauptfenster

Das Hauptfenster ist in drei klar getrennte Bereiche unterteilt, die den kompletten Arbeitsablauf zusammenfassen. Oben werden das aktive Spiel- und das aktive Fahrzeugprofil angezeigt. Darunter befinden sich die Arealauswahl und die Vorschaufunktionen. Im unteren Bereich können der gewünschte Ausgabemodus und das Mirroring gestartet werden. In der Statuszeile wird laufend angezeigt, ob ein Profil geladen ist, welcher Bereich aufgenommen wird und ob eine Ausgabe aktiv ist. Fehler bei der USB-Verbindung oder beim Laden von Dateien werden ebenfalls dort angezeigt.

Ein Bildbereich – drei Ausgabemöglichkeiten

Unabhängig vom gewählten Modus wird immer derselbe im Fahrzeugprofil gespeicherte Aufnahmebereich verwendet. Dadurch ist es möglich, jederzeit zwischen Fenster-, Vollbild- und VoCore-Ausgabe zu wechseln, ohne die Area erneut markieren zu müssen.

  • Windowed: Der ausgewählte Bereich wird in einem eigenen Fenster angezeigt. Dieses kann frei verschoben, in der Größe angepasst oder rahmenlos dargestellt werden. Position und Größe werden im Fahrzeugprofil gespeichert.
  • Fullscreen: SPC Rearview Mirror gibt den gewählten Ausschnitt rahmenlos auf einem separaten Zielmonitor aus. Quellbereich und Zielmonitor können unabhängig voneinander festgelegt werden.
  • VoCore Screen: Kompatible VoCore-Displays werden direkt per USB angesprochen. Das Gerät muss dafür nicht als zusätzlicher Windows-Monitor eingerichtet werden.

Das Fenster zur Bereichsauswahl

Die Area-Auswahl funktioniert über den gesamten virtuellen Windows-Desktop hinweg. Ein Quellmonitor muss nicht vorher ausgewählt werden. Nach einem Klick auf Select Area oder Edit Area wird der Desktop leicht abgedunkelt. Auf jedem angeschlossenen Monitor erscheint eine kurze Bedienhilfe. So ist sofort erkennbar, dass ein Rechteck mit der Maus gezogen und anschließend mit der Enter-Taste bestätigt wird.

  1. Select Area anklicken.
  2. Auf einem beliebigen angeschlossenen Monitor mit der Maus ein Rechteck ziehen.
  3. Die Auswahl mit Enter bestätigen oder mit Escape abbrechen.
  4. Windowed, Fullscreen oder VoCore USB als Output Mode auswählen.
  5. Start Mirroring anklicken.

Die Bedienhinweise werden während der Auswahl auf jedem angeschlossenen Monitor angezeigt. Auch Monitore links oder oberhalb des Hauptbildschirms mit negativen Windows-Koordinaten werden unterstützt. Eine vorhandene Auswahl lässt sich nachträglich verschieben oder an ihren Kanten und Ecken skalieren. Der Bereich wird in absoluten Windows-Koordinaten gespeichert und beim nächsten Start des Fahrzeugprofils wieder geladen.

Live Preview und Area Preview

Die Live-Vorschau zeigt den gespeicherten Aufnahmebereich direkt im Hauptfenster. Dabei bleibt das Seitenverhältnis erhalten und die Vorschau verwendet die eingestellten Target FPS. Mit der Funktion Area Preview wird an der tatsächlichen Capture-Position ein dauerhafter roter Rahmen eingeblendet. Dieser ist klickdurchlässig und blockiert keine Programme oder Bedienelemente darunter. Beim Start des Mirrorings werden Live Preview und „Area Preview” automatisch ausgeschaltet. Dadurch entsteht kein unnötiger zweiter Capture-Pfad und der rote Rahmen wird nicht versehentlich mit übertragen. Die beiden Vorschaufunktionen erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Live Preview kontrolliert den tatsächlichen Bildinhalt, während Area Preview die Position und Größe des Ausschnitts direkt auf dem Desktop sichtbar macht. So lässt sich eine Konfiguration überprüfen, ohne bereits eine vollständige Ausgabe starten zu müssen.

Der Profile Manager

Der integrierte Profile Manager organisiert Kategorien und die jeweils zugehörigen Profile übersichtlich in zwei Spalten. In der linken Spalte werden Kategorien verwaltet, die beispielsweise für Spiele, Simulatoren oder andere Einsatzzwecke stehen können. In der rechten Spalte befinden sich die frei benennbaren Profile der ausgewählten Kategorie. Suchfelder erleichtern die Navigation in größeren Sammlungen, während ein Doppelklick das gewünschte Profil direkt übernimmt. Profile lassen sich außerdem bequem per Drag-and-drop in eine andere Kategorie verschieben. Zudem kann man hier Hotkey sowie Zuweisungen zu einzelnen Programm erstellen und bearbeiten.

Beim Löschen wird eine Datei nicht sofort entfernt. Der „Delete“-Button wird zunächst rot und seine Beschriftung ändert sich in Confirm. Erst ein zweiter Klick führt die Löschung aus. Über Import und Export lässt sich die komplette Profilbibliothek als ZIP-Datei sichern oder auf einen anderen Computer übertragen.

Das Settings-Fenster

Die Einstellungen sind in zwei Spalten unterteilt. Auf der linken Seite befinden sich die allgemeinen Optionen, die Target-FPS, die Bildfilter und die globalen Hotkeys. In der rechten Spalte werden die Einstellungen für Windowed, Fullscreen und VoCore vorgenommen. Dadurch bleiben die allgemeinen Bildoptionen und die Eigenschaften der verschiedenen Ausgabeformen klar voneinander getrennt.

Für die Fenster- und Vollbildausgabe kann zwischen einem beibehaltenen Seitenverhältnis und der Option Stretch to Fill gewählt werden. Zusätzlich stehen die Optionen Smoothing, Sharpening, Kontrast, Bildhelligkeit und Gamma zur Verfügung. Die Änderungen werden im zentralen Settings-Profil gespeichert.

Direkte VoCore-Ausgabe

SPC Rearview Mirror erkennt unterstützte USB-Displays und ermöglicht bei mehreren angeschlossenen Geräten die Auswahl des gewünschten VoCores. Nach einem Klick auf Refresh werden die kompatiblen Geräte neu eingelesen. Anschließend können das konkrete Display, seine Hardwareauflösung, Rotation, Skalierung und Helligkeit festgelegt werden. Die Helligkeitseinstellung wird direkt an die Hardware übertragen, während die Bildhelligkeit ausschließlich den aufgenommenen Bildinhalt verändert.

  • Unterstützung von allen aktuell Vocore-Modellen und Auflösungen
  • Rotation um 0, 90, 180 oder 270 Grad
  • Keep Aspect Ratio oder Stretch to Fill
  • Optionaler Tausch des roten und blauen Farbkanals
  • Hardwarehelligkeit von 0 bis 100 Prozent (nutzbarer Bereich variiert)
  • Anzeige der tatsächlich übertragenen VoCore-FPS
  • Schwarzes Abschlussbild beim Stoppen des Mirrorings

Systemvoraussetzungen

SPC Rearview Mirror ist darauf ausgelegt, sehr wenig Leistung zu beanspruchen. Im Normalbetrieb werden nur wenig Arbeitsspeicher und Prozessorleistung benötigt. Es verarbeitet ausschließlich den ausgewählten Bildschirmausschnitt und kommt ohne aufwendige 3D-Grafik, Telemetrieauswertung oder Hintergrunddienste aus. Dadurch bleibt genügend Leistung für die eigentliche Rennsimulation verfügbar. Auf einem modernen System benötigt SPC Rearview Mirror typischerweise weniger als 1 % CPU-Leistung und rund 50 MB Arbeitsspeicher. Da nur der ausgewählte Bildschirmbereich verarbeitet wird und keine aufwendigen Hintergrunddienste laufen, steht nahezu die gesamte Systemleistung für die Rennsimulation zur Verfügung.

Man benötigt:

  • Windows 10 oder Windows 11
  • Ungefähr 150 MB freier Speicherplatz. Zusätzliche .NET-Bibliotheken werden nicht benötigt, da alle erforderlichen Komponenten bereits in der Anwendung enthalten sind.
  • Für die Verwendung von VoCore-Screens ein korrekt installierter libusbK-Treiber (Link)

Download

Hier findet ihr den aktuellen Download-Link zur Software. SPC Rearview Mirror wird derzeit ohne kommerzielles Codesignaturzertifikat bereitgestellt. Deshalb kann Windows beim ersten Start den Hinweis Unbekannter Herausgeber anzeigen. Nach Prüfung des Downloads kann die Anwendung über Weitere Informationen und anschließend Trotzdem ausführen gestartet werden.

Da es sich um eine portable Self-Contained-Ausgabe handelt, wird kein klassisches Setup benötigt. Einstellungen und Fahrzeugprofile werden im Ordner Dokumente des Benutzers gespeichert und bleiben deshalb auch beim Austausch der Programmdatei erhalten. Die gespeicherten Fahrzeuge können bei Bedarf zusätzlich über den entsprechenden Menüpunkt gespeichert und später wieder eingelesen werden.

For personal use only. No commercial use.

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